Die IWA 2019 brachte so einiges neues. Und wie jedes Jahr habe ich natürlich den Umarex-Stand mit als erstes besucht. Gerade als H&K-Fan ist das einfach ein absolutes Muss. Dabei fielen mir natürlich die neue Ares-G36 Serie, sowie die P8 A1 GBB sofort ins Auge.

Also beides Waffen, mit denen ich in meiner BW-Zeit konfrontiert wurde. Nun nicht ganz, die neue IDZ Version des G36, wie sie auf der IWA gezeigt wurde, war damals noch nicht verfügbar. Aber darum geht es da wohl weniger. Und ein Eindruck hat sich nach der IWA bei mir gefestigt. Diese Waffen wären vor 2-3 Jahren perfekt gewesen. Jetzt sind diese fast schon zu spät.

Umarex Ares H&K G36

Ares G36 in der klassischen Version mit Tragebügel und im Handschutz integriertes Zweibein

Die G36 Serie

Aber wie komme ich darauf? Nun beim G36 ist dieser Eindruck schnell erklärt. Unsere Bundeswehr sucht bereits aktiv nach einem Nachfolger für das G36, der noch dieses Jahr benannt werden soll. Gerüchten zufolge sind aktuell noch H&K mit der HK 416 und der HK 433, sowie Hähnel im Rennen. Also 2/3 Chance, dass wir mit einer Waffe im AR15-Stil enden und 1/3 mit einer eingedeutschten ACR. Wenn man davon ausgeht, dass alle Waffen dieselben Chancen haben. Wovon man zwar nicht ausgehen kann aber naja.

Umarex IWA 2019 H&K Ares G36

Umarex/Ares H&K G36

Und egal wie man nun dazu steht, die hohe Beliebtheit des G36 in Deutschland hängt stark mit der öffentlichen Präsenz zusammen. Und hätte Umarex das G36k ebenfalls mit dem richtigen Handschutz herausgebracht, wäre dieses sicherlich die meistverkaufte Version dieses Gewehrs geworden. Denn diese Version ist in Bildern von KSK/EGB/Fallschirmjägern am präsentesten. Das man da eine Eigenkonstruktion in KeyMod angebracht hat und G36c und G36 den korrekten Handschutz gegeben hat ist mir bis heute völlig unverständlich.

Ares H&K G36c AEG

Umarex/Ares H&K G36C

Weil im Prinzip wäre es sogar umgekehrt aus meiner Sicht besser gewesen. Man hätte das klassische G36 mit einfachen Handschutz und dem Tragebügel mit Rotpunktvisier und ZF gebracht und das G36c entweder in dieser oder der klassischen, bekannten Fassung. Damit hätte man sich die Kosten für neue Formen für den Handschutz gespart und die Waffen wären auch für Anfänger attraktiv gewesen. Und dann das G36k in der modernen Version mit HKey Handschutz, IDZ Schulterstütze und Rail. Dann noch die Markings G36 KA4 und man hätte ein klares Highlight gehabt.

Ares H&K G36k AEG Keymod Handschutz

Umarex/Ares H&K G36k KeyMod Handschutz

Also haben wir ein Gewehr, dass wahrscheinlich in der Zukunft ausgemustert wird und es fehlt ausgerechnet an der Waffe, die das Highlight gewesen wäre. Gut auch das muss man wieder mit etwas zu spät vermerken. Denn das KSK erhält ja noch in diesem Jahr das G95, also die HK 416 A7. Ob und wann wir diese Waffe als Airsoftnachbau sehen werden ist ebenfalls fraglich.

IWA 2018 Umarex H&K 416 A5 (S)AEG

Umarex/VFC H&K 416 A5

P8 A1

Nun die P8 A1 tut ja immer noch Ihren Dienst. Als Paddy, warum ist diese Waffe zu spät, warum daran rummeckern?

Umarex IWA 2019 VFC H&K P8 A1 GBB

Nun jeder der mich kennt weiß, ich mag die Leute bei Umarex und arbeite mit diesen gerne zusammen. Nur manchmal frage ich mich wirklich, ob diese nicht doch etwas mehr mit den Spielern kommunizieren sollten. Denn die P8 A1 ist ja bereits im VFC Katalog für 2018 aufgetaucht. Also hätten wir bereits im letzten Jahr diese Waffe haben können. Warum holt man also die Dienstpistole der deutschen Bundeswehr nicht nach Deutschland? Genau diese Frage haben wir auf der IWA 2018 auch gestellt, als das G3 GBB als Highlight vorgestellt wurde. Eine Antwort haben wir darauf leider nicht erhalten.

Umarex/VFC H&K P8 A1 GBB

Also passt es vielleicht nicht ganz, dass die P8 A1 zu spät kommt, aber spät passt auf jeden Fall. Und auch wenn bereits Vorbereitungen für Ausschreibungen neuer Pistolen für die Bundeswehr und die Spezialkräfte laufen, bis die zum tragen kommen wird es sicherlich noch dauern. Gut das KSK nutzt die P30 aber man kann auch nicht alles immer nur auf diese eine Einheit beziehen.

Fazit

Wo führen diese Überlegungen nun hin? Eigentlich nirgendwohin. Denn am Ende bin ich mir zwar sicher, dass gerade die G36-Serie vor 2-3 Jahren noch ein wesentlich stärkeres Highlight gewesen wäre, als sie es jetzt ist. Aber wissen kann man das leider nicht. Auch die Entscheidung diese nur in der modernen Fassung anzubieten ist für mich gerade beim G36C wenig verständlich. Denn modern bauen geht immer einfacher als umgekehrt. Zudem wird diese neue Version sicherlich nicht in dem günstigen Anfänger-Markt einschlagen, wie es das klassische G36C getan hat.

Umarex Ares H&K G36c

Ares G36C in der klassischen Version

Freuen tu ich mich natürlich trotzdem über diese Waffen. Und mit ziemlicher Sicherheit wird wieder mindestens ein G36 bei mir auftauchen. Und ich werde, wie jedes Jahr, auch 2020 wieder auf der IWA zuerst den Umarex-Stand besuchen. Vermutlich wird sich allerding dieses Gefühl, dass Umarex mit etwas mehr Kommunikation in Kundenrichtung noch erfolgreicher sein könnte, wird sich wohl wieder einstellen. Aber wer weiß, inzwischen arbeiten auch immer mehr aktive Airsoftspieler in solchen Unternehmen, vielleicht ändert sich da ja doch einmal.

Den eine Waffe auf die ich auf jeden Fall hoffe ist natürlich das G95, also das neue Sturmgewehr von KSK und KSKM auf Basis der HK 416 A7. Immerhin sind wir mit den Airsoftnachbauten bereits bei der A5 angekommen.

KSK und KSM erhalten HK416 A7 als G95

Heckler & Koch HK 416 A7 – G95

Airsofttipps Schreiber Patrick
PatrickGründer von Airsofttipps
Als Gründer und Admin betreut Patrick die Seite selbst, sowie die verschiedenen anderen sozialen Präsenzen. Er schreib vor allem über neue Airsoftwaffen und taktische Ausrüstung.
By |2019-06-05T18:07:35+02:00Juni 1st, 2019|0 Comments

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