PCC – Pistol Caliber Carbine

Der Begriff PCC steht für Pistol Caliber Carbine. Also Karabiner, die in einem Pistolenkaliber gefertigt wurden. Beispiele für solche Kaliber sind 9×19 mm oder .45 ACP. Technisch wären das also Maschinenpistolen. Bei PCC’s geht es aber eben auch um das Handling. Bei einer solchen Waffe entspricht dieses dem eines speziellen Sturmgewehrs oder eines Karabiners.

Diese Waffen werden im realen schon länger gefertigt und stellen eine Ersatzmöglichkeit zu Maschinenpistolen dar. Da Sturmgewehr/Karabiner und PCC in der Handhabung ähnlich sind, wird weniger Training benötigt. Neu ist dieser Gedanke nicht. So existierte bereits in den 90er Jahren eine 9mm Version der Colt M4. Hält man sich an diese Definition existiert auch von der Steyr AUG eine PCC-Version. Von dieser wurde ebenfalls eine 9mm-Version gefertigt und ausgegeben. Ebenso kann man die MP5 als PCC Version des G3 sehen. Handhabung wie das Sturmgewehr, nur eben in einem Pistolenkaliber.

Die G&G ARP9 – der Trendsetter

G&G ARP 9 Pistol Caliber Carbine

Auch im Airsoft finden sich schon länger solche Waffen. Selbst die 9mm M4 wurde bereist nachgebaut. Aber wirklich massentauglich wurden diese mit der ARP9 Serie von G&G. Diese ist preislich für Anfänger sehr attraktiv, verfügt über hochwertige Internals und ist zudem sehr leicht. Nahezu ideal für schnelle Bewegungen und CQB. Damit wurde auch Speedsoft wieder wesentlich beliebter. Die ARP9 ist also eine Waffe, deren Einfluss auf die Spielerwelt so selten erreicht wurde.

Inzwischen bietet G&G die ARP9 zudem in farblich unterschiedlichen Versionen an. Auch eine längere Version wurde bereits öfter gezeigt.

G&G ARP 9 Pistol Caliber Carbine
G&G ARP 9 Sky Pistol Caliber Carbine

Pistol Caliber Carbine – Jeder muss eine bauen

Dieser Trend zu leichten Airsoftwaffen mit kompakten „Pistolenmagazinen“ ist 2019 ungebrochen. Inzwischen fertigen die meisten Hersteller in der einen oder anderen Form eine PCC. G&G legte 2019 mit der PRK9 zudem noch eine AK-Version nach. Bisher sind diese Waffen ja stark M4-lastig. Man könnte eher sagen das aktuell jede PCC eine M4 mit einem kompakteren Magazin ist.

G&G Armament PRK9 RTS

G&G PRK9 RTS auf dem IWA Stand 2019

Wobei manche Hersteller hier auch auf interessante Lösungen kommen. So nutzt die PDW 9mm SBR von King Arms MP5 Magazine. Was die Möglichkeiten des Spielers an neue Magazine zu kommen stark erleichtert. Classic Army fertigt mit der X9 einen Nachbau der ARP9, dessen Magazine ebenfalls dazu kompatibel sind. Einzig Ares Airsoft geht mit der M45 da noch einen eigenen Weg. Diese nutzt wiederrum Ares-eigene Magazine. Dafür werden erstmals auch kurze Pistolenmagazine angeboten. Damit lassen sich diese wesentlich leichter unterbringen als lange ARP9 Magazine.

King Arms PDW 9mm SBR M-LOK

King Arms PDW 9mm SBR

Ares M45 bei Airsoft2go

Ares M45 (Bild: Airsoft2go.de)

Classic Army Nemesis X9

Vor- und Nachteile

Wie alles haben auch PCC’s natürlich ihre Vor- und Nachteile. Allerdings muss man dabei gleich eine Einschränkung geben. Die meisten dieser Vorteile treffen auch auf Maschinenpistolen wie die MP5 oder PDW’s wie die MP7 zu. Tatsächliche PCC-eigene Vorteile sind eher selten. Daher markieren wir diese nur auf dieses System zutreffenden Vorteile und Nachteile mit einem „*“. Alle andere gelten ebenso in der einen oder anderen Form für andere Waffen.

Vorteile

  • Handhabung wie Sturmgewehr*
  • Kompakte Bauweise für CQB
  • Magazine sind sehr kompakt (Bis zu 6 Magazine in einer Reihe auf einem Plattenträger (M Front))

Nachteile

  • Häufig nur für diese Waffe eigene Magazine verfügbar
  • Magazine sind länger als normale M4 AEG Magazine, damit schwerer unterzubringen
  • Geringe Lauflänge senkt die effektive Reichweite
Airsofttipps Schreiber Patrick
PatrickGründer von Airsofttipps
Als Gründer und Admin betreut Patrick die Seite selbst, sowie die verschiedenen anderen sozialen Präsenzen. Er schreib vor allem über neue Airsoftwaffen und taktische Ausrüstung.
By |2019-03-27T16:46:07+02:00März 27th, 2019|0 Comments

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