Umarex/VFC Heckler & Koch MP7 A1 S-AEG – Review

////Umarex/VFC Heckler & Koch MP7 A1 S-AEG – Review

Die MP7 von Heckler & Koch ist eine moderne PDW, die bereits seit 2001 hergestellt wird. 2002 folgte dann die Einführung bei der Bundeswehr. Sie sollte ursprünglich nicht-kämpfenden Einheiten als kompakte Waffe zur Selbstverteidigung dienen. Zuerst gesehen wurde sie dann bei den Spezialkräften und in den Auslandseinsätzen. Die kompakten Abmessungen machen sie gerade für den Häuserkampf sehr interessant.

Als Airsoftnachbau wird diese bereits seit vielen Jahren angeboten. Zuerst kam wohl die AEG-Version von Tokyo Marui. Von dieser folgten dann schnell günstigere Nachbauten, die es auch in großer Zahl nach Deutschland schafften. Eine GBB-Version von KWA brachte die MP7 endgültig in großen Mengen unter die Spieler. Eine neue Version von VFC wurde 2014 vorgestellt. Diese wurde nach den genauen Abmessungen des realen Vorbilds gefertigt und war damit etwas größer als die KWA Version.

2018 konnte dann ein Prototyp einer AEG-Version, ebenfalls hergestellt von VFC, auf der Shot Show bewundert werden. Und nun ist sie endlich hier. Und wir durften diese vorab bereits testen.

Lieferumfang Umarex/VFC H&K MP7 A1 S-AEG

  • Umarex/VFC H&K MP7 A1 S-AEG
  • MidCap Magazin (120 BB’s Kapazität)
  • Bedienungsanleitung

Erstmal also nichts besonders ausschweifendes. Man kriegt halt die MP7 A1, mit der etwas aktuelleren Visierung, aber leider ohne die seitlichen Picatinny-Schienen. Gerade bei der Verkaufsversion hier in Deutschland hätten wir uns diese schon gewünscht.

Technische Daten Umarex/VFC H&K MP7 A1 S-AEG

  • System: S-AEG
  • Kaliber: 6mm BB
  • Länge: 418 – 640 mm
  • Lauflänge: 202mm
  • Gewicht: 1.665 g
  • Energie: ca. 1,3 Joule

Materialien und Verarbeitung

Materialien

Wie man es von einem Nachbau der echten MP7 nicht anders erwartet ist das Gehäuse selbst vollständig aus verstärktem Kunststoff gefertigt. Aus Metall bestehen nur die folgenden Teile:

  • Abzug
  • Sicherungs-/Feuerwahlhebel
  • Verschlussfanghebel
  • Magazinauslöser
  • Auslöser Schulterstütze
  • Stangen der Schulterstütze
  • Visierung
  • Mündungsfeuerdämpfer & Außenlauf
  • Toprail

Nur der Ladehebel besteht noch aus Kunststoff. Dieser macht aber, genau wie der vom Gehäuse, einen sehr stabilen Eindruck.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Das mitglieferte MP7 MidCap Magazin besteht vollständig aus Kunstoff, der minimal durchsichtig ist. Da wir schwarze/undurchsichtige Magazine gewöhnt sind und nur solche online auf Bildern finden konnten, wundert uns das schon etwas.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Verarbeitung

Die Verarbeitung außen macht einen sehr hochwertigen Eindruck. Die Einzigen echten Spuren der Verarbeitung finden sich auf der Unterseite am Gehäuse. Hier sind leichte Gußnähte vorhanden. Der Rest ist einwandfrei verarbeitet. Damit ist der AEG Nachbau der MP7 auf einer Höhe mit der bereits länger bekannten und beliebten GBB.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Gerne hätten wir euch hier die Internals der MP7 genauer gezeigt. Leider übersteigt die für das Zerlegen nötige Prozedur meine technischen Fähigkeiten. Leider können wir aber eines mit Gewissheit sagen. Die Gearbox ist eine vollständige Neukonstruktion und damit leider nicht, wie ursprünglich mal geplant V2/V3 kompatibel. Damit wird es wohl etwas länger dauern bis Upgrade-Parts verfügbar sind.

Markings Umarex/VFC H&K MP7 A1 S-AEG

Als Lizenzversion der originalen Heckler & Koch MP7 A1 trägt der AEG-Nachbau natürlich auch die passenden Markings. Auf beiden Seiten des Griffstücks findet sich dazu die Modellbezeichnung. Auf den ersten Blick fällt diese nicht auf, so wie die Markings an den meisten Waffen eben.

Bleiben wir nun erstmal auf der rechten Seite des Gehäuses, fällt zuerst der Lizenztext auf. Dieser sitzt auf dem hinteren Teil des Gehäuses und ist vollständig in weiß aufgedruckt. Die Schrift ist aber recht klein, was gerade bei Lizenztexten absolut kein Nachteil ist.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Knapp oberhalb des Verschlussfanghebels ist einmal der Hersteller des realen Vorbilds, also die Heckler & Koch GmbH als Marking vorhanden. Damit sind wird aber auf der rechten Seite bereits fertig.

Ebenfalls oberhalb vom Verschlussfanghebel, aber eben auf der linken Seite, findet sich das Kaliber des realen Vorbilds. Die H&K MP7 schießt die eigens für dieses Waffenkonzept entwickelte 4,6 x 30mm Patrone.

Alle für uns in Deutschland wichtigen Angaben befinden sich dezent versteckt auf der Unterseite des Gehäuses. Auf jeden Fall eine gute Position für das F und eben das Airsoftkaliber 6mm BB. Der Hinweis „Warning Users Manual“ befindet sich ebenfalls auf der Unterseite der MP7 auf dem Abzugsbügel.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG
Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Selbst das mitgelieferte MidCap Magazin der MP7 A1 AEG trägt Markings. Auf dem Magazinkörper sind die Zahlen 30 und 40, für die verbleibenen Patronen vorhanden. Ob das allerdings so ganz dem realen Vorbild entspricht sind wir unsicher, auf allen uns zugänglichen Bildern & Videos ist der Magazinkörper glatt und ohne Markings.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG Midcap Magazin

Der Magazinboden trägt zusätzlich ebenfalls ein H&K Logo.

Bedienung & Funktionen

Bedienelemente

Sicherungs & Feuerwahlhebel

Der Sicherungs- und Feuerwahlhebel der MP7 sitzt direkt über dem Griffstück. Damit ist er leicht erreichbar. Zudem ist er einfach beidseitig bedienbar. Jeder der 3 Position rastet sauber mit einem leichten Klicken ein. Wie beim Original sehen die beiden Hebel leicht unterschiedlich aus. So ist der linke gebogen und etwas massiver ausgeführt. Der Sicherungs- und Feuerwahlhebel bietet die folgenden 3 Einstellungen:

  • Gesichert
  • Einzelfeuer
  • Vollautomatisch
Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Angezeigt werden diese durch die inzwischen H&K-typischen Piktogramme. In der gesicherten Position wird der Abzug vollständig blockiert.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Abzugssicherung

Zusätzlich ist eine Abzugssicherung in Form eines zusätzlichen Züngels vorhanden. Wird der Abzug also nicht vollständig gedrückt, löst auch kein Schuss.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Magazinauslöser

Der Magazinauslöser sitzt direkt am Übergang vom Griffstück zum Abzugsbügel. Damit sehr einfach und leicht zu erreichen. Gerade Spieler die eine aktuelle H&K Pistole (z.B. H&K VP9 GBB) als Backup führen kommen damit sofort klar. Das Magazin fällt nicht heraus sondern muss entnommen werden. Ein frisches Magazin benötigt ein bisschen Druck, rastet dann aber auch sauber ein.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Verschlussfanghebel

Wie das Original und auch die GBB-Version verfügt auch die MP7 AEG über einen funktionierenden Verschlussfang. Der Hebel dafür ist ebenfalls auf beiden Seiten vorhanden und nutzbar. Steht der Verschluss also in der hinteren Position kann einfach einer der beiden Verschlussfanghebel nach unten gedrückt werden. Dann schnellt dieser wieder nach vorne.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Längerverstellbare Schulterstütze

Die Schulterstütze der MP7 A1 AEG kann in 3 unterschiedlichen Stufen (mit eingeschobener Stellung 4) genutzt werden. Dazu muss dieser zuerst mit dem Hebel auf der rechten Waffenseite ausgelöst werden. Drückt man diesen rutscht die leicht nach hinten und kann dann weiter ausgezogen werden. Sie rastet dann automatisch in der ersten Einstellung ein. Will man dieser weiter herausziehen, muss noch einmal der Hebel gedrückt und die Schulterstütze weiter nach hinten gezogen werden.

Konstruktionsbedingt weist die Schulterstütze ein wenig Spiel auf. Vor allem in der längsten Einstellung ist diese schon etwas weniger stabil. Ich würde daher empfehlen die ersten beiden hauptsächlich zu nutzen. Diese reichen aber erfahrungsgemäß auch. Gerade wenn ein Plattenträger genutzt wird.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Funktionen

Visierung

Ausgeliefert wird die VFC MP7 A1 S-AEG mit einer Flip-Up Visierung. Front– und Rearsight haben dabei eine Besonderheit. In beiden Einstellungen kann diese genutzt werden. Ist die Visierung nach unten geklappt ist eine einfache Pistolenvisierung vorhanden. Klappt man diese nach oben hat man eine eher einem Sturmgewehr entsprechende Visierung.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG
Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Die Visierung ist zudem verstellbar. Das Rearsight kann auf der rechten Seite leicht seitlich verstellt werden. Dieses wirkt auf beide Nutzungsmöglichkeiten. Das Frontsight kann in der Höhe eingestellt werden, allerdings da nur das Korn der hochgeklappten Visierung.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Die Flip-Ups können zudem gut als Notvisierung genutzt werden. Diese sind hochgeklappt auch durch eine Visierung (z.B. ein XPS oder 552 Nachbau) gut nutzbar. Ist also doch mal die Batterie leer oder schwach, kann man trotzdem noch treffgenau schießen.

Slingmounts

Die Mp7 ist vollständig für eine beidseitige Nutzung ausgelegt. Dazu gehören natürlich auch die Montagemöglichkeiten für Trageriemen. Davon finden sich auf jeder Seite 3 Stück, also insgesamt 6.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Diese sitzen knapp unter dem Front- und Rearsight, sowie an dem Ende der Schulterstütze. Durch diese Positionierung steht einem die Nutzung jeder Art von Slings offen. Egal ob 1-Punkt, 2-Punkt oder 3-Punkt. Aber gerade bei dieser kompakten PDW wäre wohl ein 1-Punkt, direkt am mittleren Montagepunkt eine gute Idee.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG
Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Klappbarer Frontgriff

Bei der MP7 A1 ist direkt ein abklappbarer Frontgriff verbaut. Dieser wird einfach nach unten geklappt und rastet dann hörbar ein. Will man diesen nicht nutzen, zieht man einfach die Verriegelung unten am Griff nach unten und drückt diesen wieder nach hinten/oben. Der Griff rastet oben ebenfalls hörbar ein.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Einstellen des Hop-Ups

Das Hop-Up der H&K MP7 A1 AEG wird, wie schon vorher kurz angesprochen, im Hülsenauswurffenster eingestellt. Einfach den Deko-Verschluss mit dem Ladehebel nach hinten ziehen. Dieser arretiert automatisch. Dadurch wird die Einstellung natürlich ernorm erleichtert.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG Hop Up

Das Hop Up kann über ein Einstellrad einfach justiert werden. Dreht man dieses nach unten, wird mehr Drehung erzeugt, nach oben entsprechend weniger. Auf dem Einstellrad sind zudem kleine Zahlen vorhanden. So kann man sich die Einstellung bei unterschiedlichen Gewichten grob merken, oder einfach auf dem Rad farblich markieren.

Akkufach

Bleibt noch die Frage, wo verstaut man bei dieser Waffe den Akku? Ähnlich wie bei den anderen AEG Nachbauten der MP7 wird dieser vorne über dem Außenlauf untergebracht. Dazu nimmt man einfach die vordere Abdeckung ab. Der Akku hat allerdings recht wenig Platz. Mehr als 1000 maH wird man da wohl nicht unterkriegen. Alternativ könnte man auch eine Akkubox seitlich anbringen, natürlich nachdem man Siderails angebracht hat. Bei der A1 Version würde ich da allerdings nur ein LLM01 verbauen. Daher muss wohl ein passender Akku her.

Montageschiene

Als Toprail findet sich auf der MP7 eine durchgehende Picatinny-Schiene. Auf dieser können Optiken und Zubehör einfach montiert werden. Seitlich finden sich Befestigungspunkte für Siderails.

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Wir haben dieses selbstverständlich einmal getestet. Als Siderails passten G36C Rails einfach dran. Zusätzlich haben wir drei Optiken montiert, damit ihr euch da einen Eindruck machen könnt.

Nuprol 882 (Airsoft2Go)

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Aim-O T1 High (Airsoft2Go)

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Compact Holo QD Sight (Begadi)

Schalldämpfermontage

An der MP7 kann ebenfalls der bereits bekannte QD-Schalldämpfer montiert werden. Dazu wird einfach der Mündungsfeuerdämpfer ausgetauscht. Danach kann der Schalldämpfer einfach montiert werden.

Schusstest

Fazit Umarex/VFC H&K MP7 A1 S-AEG

Lange mussten wir auf diese AEG warten. Der erste Prototyp der Shot Show 2018 wurde wohl noch um einiges verändert. So ist es etwas schade, dass die Internals eben nicht V2/V3 kompatibel sind. Aber wer wie ich nach dem Motto „Never change a running system“ lebt, dem ist das auch relativ egal.

Die einzigen Con’s die mir soweit aufgefallen sind, sind einmal die fehlenden Siderails, die Umarex leider bereits länger einspart. Schade, da es einfach den Eindruck eines unfertigen Produkts für mich macht. Aber Siderails sind schnell beschafft also sehen wir da mal drüber hinweg. Das zweite ist das Magazin. Dieses sitzt sehr stramm in der MP7 und muss daher mit Kraft reingedrückt und eben nach dem auslösen herausgezogen werden. Das geht etwas schwieriger als bei der GBB und verlangsamt damit den Magazinwechsel.

Die äußere Verarbeitung der MP7 A1 ist auf demselben Level wie die GBB Version. Und damit findet sich nichts zum meckern. Die Waffe ist stabil und auch die Einsatz als Spielerwaffe geeignet. Gerade im CQB kann man sich kaum etwas besseres wünschen. Denn die kompakten Abmessungen beeinhalten trotzdem einen recht langen Lauf (202mm), als z.B. eine ARP9 (Standart-Version 115mm). Das wird einfach die durch die Unterbringung des Magazins im Griffstück erreicht.

Damit befindet sich die MP7 sozusagen im Bereich zwischen der traditionellen Bauweise (Magazin nach dem Abzug) und der Bullpup-Bauweise (Magazin hinter dem Abzug).

Umarex/VFC H&K MP7 A1 AEG

Ob die MP7 AEG ebenso beliebt werden wird wie die GBB, lässt sich leider nicht vorhersehen. Aber ich selbst überlege immer mehr, die MP5 zu ersetzen. Wenn Umarex jetzt dazu noch 20er (noch besser wären 30er) Magazine rausbringen würde, würde mir das die Entscheidung sehr erleichtern.

Also ein gelungener Nachbau, der als Spielerwaffe sich sicherlich einiger Beliebtheit erfreuen wird.

Airsofttipps Schreiber Patrick
PatrickGründer von Airsofttipps
Als Gründer und Admin betreut Patrick die Seite selbst, sowie die verschiedenen anderen sozialen Präsenzen. Er schreibt vor allem über neue Airsoftwaffen und taktische Ausrüstung.
By |2019-08-03T20:40:37+02:00März 8th, 2019|0 Comments

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